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19 JULY 2011

Glas: Eines der Hauptwerke des Philosophen Jacques Derrida

"Dekonstruktion sollte nicht nur gemeint sein, sondern sprachlich inszeniert werden, was im Falle von Glas sogleich in der Gestaltung des Buches sichtbar wird: Zwei Spalten stehen auf jeder Seite einander gegenüber, links die Auseinandersetzung mit Hegel, rechts der Genet–Teil, wobei beide Textkolumnen keine weiteren Kapitelunterteilungen aufweisen, mitten im Satz beginnen und enden.

Es gibt Anekdoten über einen wochenlangen Streit der Konstanzer Universitätsbibliothek mit dem Buchhändler über angeblich fehlende Seiten am Anfang und Ende des Buches. Auch der fortlaufende Text der beiden Säulen wird häufig durch Zitate unterbrochen, die wie Blöcke in sie eingesetzt sind. Kein Wunder also, dass die Theoretiker des Hypertextes dieses Buch neben Finnegans Wake von Joyce als wichtigen Meilenstein ihrer Vorgeschichte feiern. Man kann gewissermaßen zwischen den Textebenen hin– und hernavigieren, ein fester Bezug–etwa horizontaler Natur zwischen der Hegel– und der Genet–Passage oder zwischen Anfang und Ende–lässt sich dennoch nicht ausmachen."

(Michael Wetzel, Zeit Online)

2). Jacques Derrida (1974) "Glas"

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CONTRIBUTOR

Simon Perkins
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